„Singet dem Herrn ein neues Lied"
(Psalm 96,1)
Liebe Freundinnen und Freunde der STUMM-Orgeln,
ein Zug fährt in die Stadt ein. Straßen füllen sich, Maschinen beginnen zu arbeiten, Menschen strömen durch Berlin, der Verkehr verdichtet sich. Später folgen Freizeit, Vergnügen und Nachtleben. Walter Ruttmann erzählt in Berlin – Die Sinfonie der Großstadt aus dem Jahr 1927 einen Tag in der Metropole – ganz ohne gesprochenes Wort.
Am kommenden Samstag bekommt dieser Film in Rhaunen seinen Ton erst in dem Augenblick, in dem er auf der Leinwand erscheint.
Johannes Fankhauser wird die rund 65 Minuten des Films live auf der historischen STUMM-Orgel von 1893 begleiten. Es gibt keine fertig komponierte Begleitmusik, die einfach abgespielt wird. Bilder, Bewegung, Rhythmus und Atmosphäre werden im selben Augenblick in Musik übersetzt.
Gerade deshalb war uns die Wahl des Organisten für diesen Abend besonders wichtig. Auf Johannes Fankhauser aufmerksam gemacht hat uns der bekannte Bonner Organist Prof. Johannes Geffert, der den STUMM-Orgelverein bereits mehrfach fachlich beraten hat. Er hält Fankhauser für einen großartigen Improvisator und ist überzeugt, dass er diesen Film hervorragend begleiten wird.
Improvisation begleitet Johannes Fankhauser seit seiner Kindheit. Schon vor seiner Schulzeit improvisierte er auf Tasteninstrumenten. Nach seinem Klavierstudium wandte er sich zunehmend der Orgel zu. Im Benediktinerkloster Mariastein konnte er regelmäßig spielen und seine Improvisationsgabe weiterentwickeln. Später studierte er Orgel bei Guy Bovet und Komposition bei Balz Trümpy; 2008 schloss er sein Studium mit dem Konzertdiplom ab.
Wer sich schon jetzt über den gesamten Abend informieren möchte, findet hier alle Einzelheiten:
STUMM-Film mit STUMM-Orgel & 20er-Jahre-Empfang
--> Zur Veranstaltung
Nach dem letzten Filmbild ist der Abend noch lange nicht zu Ende.
Ab etwa 20:30 Uhr wechseln wir von der Leinwand in die Klangwelt der Zwanziger Jahre. Jörg Kuhfuß ist mit Musik von Schellackplatten groß geworden und sammelt historische Aufnahmen bis heute. Als Trompeter, Sänger und Bandleader beschäftigt er sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem frühen Jazz und der Unterhaltungsmusik der 1920er und 1930er Jahre.
In Rhaunen bringt er keine Band mit, sondern historische Schellackplatten und ein Grammophon. Zu den Aufnahmen erzählt er von der Musik, ihren Interpreten und ihrer Zeit.
Für die kulinarische Seite sorgt Hajo Böß mit einem Salonbuffet, das den zweiten Teil des Abends begleitet. Ein Begrüßungssekt ist im Eintrittspreis enthalten.
Heiko Theobald, Autor von Rhaunen: Ein Buch, ergänzt die Musik mit kurzen historischen Einordnungen und richtet den Blick auf die politische und gesellschaftliche Situation Deutschlands in den 1920er Jahren.
So begegnen sich an diesem Abend ganz unterschiedliche Facetten der „Goldenen Zwanziger“: Berlin auf der Leinwand, live entstehende Musik auf einer historischen STUMM-Orgel, Schellackklänge vom Grammophon, Zeitgeschichte und ein gemeinsamer Abend bei einem Salonbuffet.
Und wer Lust hat, darf selbst ein wenig Teil dieser Atmosphäre werden: Kleidung oder Accessoires im Stil der 1920er Jahre sind herzlich willkommen.
Am Samstag, 10. Oktober 2026
19:00 Uhr
STUMM-Film mit STUMM-Orgel
Katholische Kirche St. Martin, Rhaunen
Walter Ruttmann: Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (1927)
Live-Improvisation: Johannes Fankhauser
Historische STUMM-Orgel von 1893
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Für das Stummfilmkonzert ist keine Anmeldung erforderlich.
Ab ca. 20:30 Uhr
20er-Jahre-Empfang (Anmeldung erforderlich)
Gemeindehaus an der evangelischen Kirche, Rhaunen
Mit Salonbuffet, historischen Schellackaufnahmen und Grammophon mit Jörg Kuhfuß sowie historischen Einordnungen von Heiko Theobald.
Eintritt zum Empfang:
18 Euro für Erwachsene
10 Euro für Kinder und Jugendliche
Kinder unter sechs Jahren frei
Im Preis enthalten sind Salonbuffet und Begrüßungssekt. Weitere Getränke werden separat berechnet. Bezahlt wird an der Abendkasse.
Konzert und Empfang können unabhängig voneinander besucht werden.
Anmeldung an: eva.feichtinger@stumm-orgelverein.de
Anmeldefrist: Dienstag, 6. Oktober
Alle Informationen zur Veranstaltung:
--> Zur Veranstaltung
Wir freuen uns sehr, wenn Sie diesen besonderen Abend mit uns verbringen.
Herzliche Grüße
Stefan Huck
für den STUMM-Orgelverein