Orgelmatinée in Meckenbach im Zeichen des Deutsch-französischen Austauschs

„Heitere Orgelmusik verschiedener Art“ versprach die September-Matinée am 5. September um 11:00 Uhr in Meckenbach und das war sie wirklich: der Trierer Kirchenmusiker von St. Martin, David Keller, hatte sich perfekt auf die Stumm-Orgel eingestellt und konnte die voll besetzte Kirche begeistern. Dazu passte, dass Besucher der Kirner Partnergemeinde aus Marange-Silvange in der Nähe von Metz dabei waren und mit ihr prominente Repräsentanten aus Lothringen und aus Kirn.

Sehr herzlich begrüßten daher Linda Heimfarth für die Gemeinde Meckenbach und Hans-Wolfgang Theobald für den Stumm-Orgelverein die Zuhörer und den Solisten, der in sein Programm einführte: Die umfassend erhaltene Stumm-Orgel aus der Zeit um 1820 stellte er mit einem sehr unterschiedlichen Programm vor, beginnend mit einem Allegro brillante des Italieners Vincento Petrali, eher kurzen Orgelstücken von Carl Philipp Emanuel Bach, Ludwig van Beethoven und Justin Heinrich Knecht, mit denen David Keller den Klangreichtum der Orgel besonders gut zeigen konnte. Eine weniger bekannte, dennoch wunderbare Musik stellten die Toggenburger Hausorgeltänze dar, eine Musik, die im gleichnamigen Schweizer Kanton im 19. Jahrhundert im privaten Rahmen gespielt wurde, Tänze zum Vergnügen in Häusern – oder jetzt in Meckenbach.

Dagegen stellte die Phantasie in f-moll von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 594), für die Walzenorgel geschrieben, eine eher tragisch klingende Musik dar, während die Variationen von Jürgen Borstelmann die humoristische Seite von Orgelmusik mit dem Lied „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ vorführte.

Den Zuhörern gefiel es und werden sicher im nächsten Jahr gerne wiederkommen, wenn zur Matinee in Meckenbach eingeladen wird.

HWTh

David Keller an der STUMM-Orgel in Meckenbach b. Kirn

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