Stephanskirche erinnert an Kreiskantor Joachim Schreiber
Am Sonntag, 10. Mai 2026, erinnerte die Stephanskirche in Simmern mit einem Gedenkkonzert an den im Juli 2025 verstorbenen Kreiskantor Joachim Schreiber. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren um 17 Uhr in die Kirche gekommen, um eines Musikers zu gedenken, der über Jahrzehnte das kirchenmusikalische Leben im Hunsrück entscheidend geprägt hatte.
Joachim Schreiber wirkte seit 1995 als Kantor in Simmern und seit 2008 als Kreiskantor des Kirchenkreises Simmern-Trarbach. Sein Engagement, seine musikalische Vielseitigkeit und seine menschliche Art hinterließen weit über die Region hinaus bleibende Spuren. Entsprechend groß war die Wertschätzung, die ihm bei der Veranstaltung entgegengebracht wurde.
Die musikalische Gestaltung lag in den Händen seiner Nachfolgerin Christine Marx. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Louis-Nicolas Clérambault, César Franck sowie Kompositionen Joachim Schreibers setzte sie einen würdigen musikalischen Rahmen für das Gedenken. Eine Improvisation rundete das Programm ab und verlieh dem Konzert eine persönliche Note.
Großes Interesse fand auch die begleitende Ausstellung historischer Ansichtskarten von Stumm-Orgeln aus der Sammlung von Jochen Streiter. Die gezeigten Karten dokumentierten eindrucksvoll die Verbreitung und Bedeutung der Instrumente der Hunsrücker Orgelbauerfamilie Stumm. Ergänzt wurde die Präsentation durch Fotografien von Stumm-Orgeln der Hasselbacher Fotografin Jaqueline Felix, die 2025 in Hunsrücker Dorfkirchen entstanden waren.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie eng die Erinnerung an Joachim Schreiber mit der reichen Orgellandschaft des Hunsrücks verbunden ist. Das Gedenkkonzert bot Gelegenheit, das Wirken eines herausragenden Kirchenmusikers zu würdigen und zugleich die Bedeutung der Stumm-Orgeln als kulturelles Erbe der Region in den Blick zu nehmen.
Text: Stefan Huck nach einem Bericht von Werner Dupuis (Rhein-Zeitung)


