Orgelmatinee am 6. Juni 2026 im Gemeinschaftshaus in Sulzbach

Musik für Trompete und Klavier – Orgelmatinee einmal ohne Orgel

Kathrin Klein und Nicolai Wagener verzauberten die Zuhörer mit französischer Musik für die seltene Kombination für Klavier und Trompete am vergangenen Samstag im Gemeinschaftshaus Sulzbach – wahrhaft ein Sommermorgen (Un matin d’étè) mit impressionistischer Musik, virtuos und farbenreich gespielt. Der Stumm-Orgelverein hatte dazu die aus Idar-Oberstein stammende Pianistin Katrin Klein, die ihren ersten Unterricht bei Elisabeth Jost erhalten hatte, eingeladen. Sie spielte Musik der französischen Komponistin Mel Bonis. So erklangen Charakterbilder „legendärer Frauen“ wie Mélisande, Ophélie und Salomé, Frauen, denen sogar Opern von Claude Debussy, Giuseppe Verdi und Richard Strauß gewidmet wurden. Es folgte eine „Barcarolle“ der gleichen Komponistin, bei der lautmalerisch der Höreindruck einer Bootsfahrt musikalisch erzählt wurde.

Ebenso beeindruckend war die seltene Kombination von Trompete und Klavier. Es erklangen selten aufgeführte Originalkompositionen von Théo Carlier, Jean Françaix und Raymand Gallois-Montbrun, die für den seit ca. 120 Jahren in Paris stattfindenden Trompetenwettbewerb geschrieben wurden. Der Trompeter Nicolai Wagener interpretierte die Musik mit wunderschönem Klangsinn, kongenial auf dem Klavier begleitet. Das Konzert an diesem Sommermorgen entführte in die eigene Klangwelt französischer Musik des 20. Jahrhunderts, entsprechend war die Begeisterung der zahlreichen Zuhörer.

Auch die nächste Matinee widmet sich französischer Musik, wenn Georg Koch am 4. Juli in der evangelischen Kirche in Rhaunen Orgelmusik des 18. Jahrhunderts spielt. (Th)

 

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